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  • AutorenbildIngrid Schieb

Inklusion kann nicht herbeigeredet werden

einsmehr gGmbH fordert Unterstützung für Berufliche Qualifizierung


Wir von der einsmehr gGmbH in Augsburg sehen uns in den Einschätzungen zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention in Deutschland bestätigt: Unser Geschäftsführer Jochen Mack: „In den Bereichen der Beruflichen Qualifizierung wurden schonungslos große Defizite offengelegt. Es ist sehr enttäuschend, dass es so weit kommen musste. Ideen, das besser zu machen, gibt es genügend. Aber weder das Bundesministerium für Arbeit noch der Freistaat Bayern haben entsprechende Ideen aufgegriffen.“ Das Deutsche Institut für Menschenrechte ist mit der Überwachung der Umsetzung der Konvention beauftragt und kommt zu einem vernichtenden Urteil: „Die Strukturen in der Ausbildung sind nicht inklusiv ausgestaltet.“ Es bedürfe einer grundlegenden Strukturreform.



Der Zwischenbericht des Instituts für Menschenrechte dient zur Vorbereitung der Anhörung der Bundesrepublik Deutschland durch die UN, die am 28./29.08.2023 in Genf stattfinden wird. Dort wird überprüft, inwieweit die Vorgaben umgesetzt wurden, zu denen sich Deutschland durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat. Und im Lebensbereich „Arbeit“ ist das Fazit äußerst negativ. Dies wird begründet mit der nach wie vor hohen Quote von Menschen, die in Werkstätten für Menschen mit Behinderung arbeiten, mit wenig barrierefreien Ausbildungs- und Arbeitsplätzen sowie mit keinen Ausbildungsformaten, die Menschen mit einer Beeinträchtigung entsprechen. Dazu wird die Etablierung ganz neuer Strukturen empfohlen.


Besonders das letzte Anliegen teilen wir ganz ausdrücklich. Ingrid Schieb, Leiterin der Beruflichen Qualifizierung: „Wir haben mit Spendengeldern der Sternstunden sowie der Aktion Mensch ein sehr erfolgreiches Modell entwickelt. Würden solche Angebote gesetzlich verankert, könnten mehr Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung den Sprung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt schaffen. Aktuell bleibt ihnen nur der Gang in die Werkstatt.“ Nach vielen erfolglosen politischen Bemühungen hofft Jochen Mack, dass durch den UN-Bericht neuer Schwung in die Diskussion kommt: „Wir haben in den letzten Jahren genug Reden gehört, jetzt muss endlich gehandelt werden. Die jungen Menschen müssen eine berufliche Perspektive entwickeln können und wir als Betriebe brauchen alle, die mit anpacken.“


Hier geht es zum Zwischenbericht des Instituts für Menschenrechte:

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